CASPEM Toolbox
Die Toolbox stellt den im Projekt CASPEM getesteten Ansatz der Bürgerforschung vor, der das narrative Verfahren des Storytellings für einen Crowdsourcing-Prozess nutzt. Ziel des Prozesses ist es, über Stories aus der Bürgerschaft Forschungsfragen für die Wissenschaft zu formulieren.
Nach einer Einleitung zum Hintergrund des Projektes und der Methodik folgen in vier Abschnitten Anleitungen zur Durchführung eines solchen Bürgerforschungsprojektes. Sie werden jeweils um Vorlagen ergänzt, die bei der Umsetzung helfen. Hier kann die Toolbox heruntergeladen werden:
Phase 1: Vorbereiten des Forschungsprojektes
In dieser Phase werden die allgemeinen Vorbereitungen für den Crowdprozess audiovisuelles Storytelling erläutert. Ergänzt werden diese durch eingefügte Informationskästen (blau umrandet), welche konkrete Erfahrungen, die im CASPEM-Projekt gesammelt wurden, beschreiben. Zusätzlich ist als Beispiel für die vorbereitende Information von Bürgerinnen und Bürgern das im CASPEM verwendete Informationspapier enthalten.
Phase 2: Sammeln der Stories
In Phase 2 wird der Prozess und die Methodik beschrieben, wie im Crowdprozess audiovisuelles Storytelling die Stories eingesammelt werden können. Ein großer Aufwandsschwerpunkt eines bürgerwissenschaftlichen Projektes liegt in der Themenauswahl, Organisation und Gestaltung der Ansprache und Aktivierung der Zielgruppe. Im Projekt CASPEM wurde ein institutioneller Zugang zum Ausschnitt der Bürgerschaft (Schüler und Schülerinnen) gewählt. Die Stories wurden in Storytelling-Workshops durch die Zielgruppe erarbeitet und über die Messenger-App „Signal“ eingesammelt. Zusätzlich zur Beschreibung der Methode sind Vorlagen für ein Storytelling-Workshop-Moderationskonzept, die in den Workshops eingesetzten Kreativtechniken (Empathy Map, Wunderfrage) und gewünschtem Aufbau der Stories (Storytelling-Spannungsbogen) aufgeführt.
Phase 3: Auswerten der Stories
Im Anschluss an den Workshop werden die eingesammelten Geschichten wissenschaftlich ausgewertet. Im Projekt CASPEM wurden die eingesammelten Stories mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse (MAXQDA) ausgewertet. Beispielhaft wird in dieser Phase der Toolbox das Vorgehen im CASPEM-Projekt beschrieben.
Phase 4: Gestalten von Lösungsansätzen
Aus der qualitativen Inhaltsanalyse der eingesammelten Stories ergeben sich Themencluster. Diese sollen in Fokusgruppen mit wissenschaftlichen Expertinnen und Experten diskutiert und in Bezug auf Forschungsfragen handhabbar gemacht werden. In dieser Phase wird das allgemeine als auch beispielhaft das Vorgehen im CASPEM-Projekt beschrieben. Die durchgeführten Fokusgruppen bringen Wissenschaft und Bürgerschaft zueinander. In den Fokusgruppen sollen die Ergebnisse aus Phase 2 (Sammeln der Stories) vertiefend diskutiert werden. Auf diese Weise kann eine mittelbare Integration des Inputs der Bürgerschaft in den Forschungsprozess der Wissenschaftler*innen erfolgen. Ergänzt wird diese Phase mit einer Vorlage für ein Fokusgruppen-Moderationskonzept.
